Onkel Otto. Tote leben länger.

Eine akustische Spurensuche.

Jesus-Statue, 2 Männer mit Helm

Onkel Otto war Missionar auf der Insel Flores in Indonesien. Seit 1961 bekehrte er Menschen zum Katholizismus, schleppte mit Männern und Pferden Betonsäcke durch den Dschungel, baute Kirchen, leistete Entwicklungshilfe.

Was passiert da eigentlich, wenn einer in eine andere Kultur mit Geister- und Ahnenglaube auszieht und versucht seine Vorstellungen zu verbreiten? Wie gehen die Missionierten damit um? Und was macht ein solches Unterfangen mit den Missionaren?

Onkel Otto kann diese Fragen nicht mehr beantworten. Er starb vor rund 20 Jahren, kurz nachdem die Autorin ihn, den Cousin ihres Großvaters, zum ersten Mal besuchte. So wie er sterben auch die anderen europäischen Missionare langsam aus. Indonesische Priester führen die Arbeit weiter. Doch sie sehen vieles anders. Und jetzt sind sie es, die in den Westen ausziehen, um dort zu missionieren. Denn in Europa fallen immer mehr vom Glauben ab.

Im Gepäck die Briefe von Onkel Otto und die Erinnerungen an den ersten Besuch vor 20 Jahren begibt sich die Autorin auf Spurensuche, trifft die letzten europäischen Missionare, indonesische Patres und die Bekehrten. Und vielleicht ist Pater Otto gar nicht so tot, wie vermutet.

Text / Ton / Regie

Carina Pesch

Stimmen

Ulrich Voß, Eva-Maria Kurz

Wortaufnahmen

Christian Bader

Redaktion

Walter Filz

Produktion

SWR/NDR 2018

Fotos

Carina Pesch

15. April 2018 14:05 Uhr auf SWR2.
08. Mai 20:00 Uhr auf NDR Kultur.
Wiederholung am 30. Juni 2019 14:05 auf SWR2.
Wiederholung am 10. März 2020 22:03 auf Deutschlandfunk Kultur.


Der Weg zu Ottos alter Missionsstation Lengko Elar:


In Lengko Elar:

– damals Kirche im Wald heute Kirche im Dorf


Adat in Pakang