KLANGKUNST

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WANNA PLAY?

Mit verbundenen Augen, verkabelt mit Mikrophon, Aufnahmegerät und Kopfhörern klopft die Autorin an die Türen von Fremden. Das Versuchssetting wird zum Symbol für das Überbrücken sozialer Grenzen und Unterschiede. Intimität wird in der Begegnung inszeniert. Was bleibt, wenn Menschen nur hörbar sind? Wenn sich das Machtverhältnis zwischen Interviewer und Interviewtem wendet?

Eingereicht beim HearSay International Audio Arts Festival 2017.
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Nominiert für den Publikumspreis das Kurze Brennende Mikro beim Berliner Hörspielfestival 2018. Am 28.04.2018 zwischen 21 und 22 Uhr zu hören im Theaterdiscounter in Berlin.

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VOGEL IM KÄFIG

Das Internet ist voller Tier-Videos. Während Katzen am prominentesten sind, werden die Vögel oft übersehen. Schade. Denn die Inszenierung der Beziehung zwischen Mensch und Vogel verweist auf fundamentale Themen – Freiheit, Intimität und deren Perversion. Die Collage kontrastiert 5 Regeln zum Zähmen des Vogels mit omnipräsenten Verhaltensweisen, mit denen Menschen Vögeln begegnen.

Eingereicht & präsentiert bei 60 Secondes Radio 2017 und Datscha Radio 2017.
60 Secondes Radio ist ein internationaler Wettbewerb für Radiokunst. 2017 wurden 123 Arbeiten aus 23 Ländern eingereicht. Unterstützt von der National Campus and Community Radio Association of Canada, l’École des Médias und Phonurgia Nova. Datscha Radio ist eine temporäre Radiostation mit wechselnden Standorten und zugleich ein globales Gartenforschungsprojekt von Gabi Schaffner. Realisiert wird es in Zusammenarbeit mit internationalen AkteurInnen der Radiokunstszene.
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STÖRGERÄUSCHE

Was normalerweise in der Produktion herausgeschnitten wird, wird hier zum Protagonisten. Aus Störgeräuschen wie Schmatzen und Husten entwickelt sich ein charakteristischer Rhythmus, der langsam Fahrt aufnimmt.
Konzeption, Aufnahme: Carina Pesch
Rhythmisches Arrangement: Sebastian Weber

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Nach Frühling Kommt Winter.

Das Frühjahr 2013 war noch bis weit ins Jahr hinein eisig kalt, weiß-grau und zitternd kahl. Die Bäume wollten nicht knospen, der Schnee nicht schmelzen und das einzige Lebenszeichen war das wachsende Gezeter der Menschen. Lange, wirklich lange, verteidigte ich den Winter. Selbst als es Ostern wurde und noch immer Schnee lag, hob ich die Qualitäten des Winters hervor. Doch dann kam der Frühling – ganz zaghaft zart, mit schüchternem Sonnenstrahl, babygrünen Knospen. Aufatmen. Lichte Welt. Erleben.
Harter Schlag. Grau-weiß. Schnee erstickt die Knospen. Wind. Kälte. Sie sind zurück. Ich finde kein gutes Wort mehr für diesen derben Raudi. Stattdessen versuche ich mich in Soundpoesie.