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Vogel im Käfig

Zugvogel oder Zuchtvogel? Für den Menschen hat der Vogel viele Bedeutungen. Er schwebt irgendwo zwischen Freiheitssymbol und Haustier. Er wird bewundert für seine Fähigkeit zu Fliegen. Er wird in meist viel zu kleine Käfige gesperrt. Da wird er dann trainiert, verhätschelt und gezüchtet. Wir beobachten ihn – den Vogel – wie er so schön frei über den Himmel gleitet. Wir beobachten den Vogelbesitzer – wie er sich so schön freizügig präsentiert. “Vogel im Käfig” geht dieser schrägen Beziehung zwischen Mensch und Vogel auf die Spur.

Der Beitrag lief am 07.05.2017 auf SWR2 und es gibt ihn hier zum Nachhören.
(Text & Ton Carina Pesch, Bild: Public Domain)

 

 

Offene Nachbarschaft

Flucht und Asyl werden zur Zeit heftig diskutiert. Oft sind das aufgeregte politische Debatten. Doch wie integrieren wir das Thema in unseren Alltag?
Als die Stadt Leipzig das Konzept der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen vor rund zwei Jahren vorstellte, ging ein Aufschrei durch die Medien. Die Stadt wollte große Asylbewerberheime am Stadtrand durch kleinere Häuser in zentraleren Stadtteilen ersetzen. Vielerorts protestierten die Anwohner gegen Asylbewerber in ihrer Nachbarschaft. Nur in einem Stadtteil applaudierte das Publikum. Das war während der Anwohner-Anhörung zur Makranstädter Straße 16/18 im Leipziger Westen. Die Unterkunft wurde zum Hoffnungsträger eines neuen Konzepts. Heute vor einem Jahr zogen die ersten Asylbewerber in die Unterkunft ein. Wie hat sich der Alltag, die Nachbarschaft gestaltet?

mdr figaro, aktuelles Thema am 28.04.2015 um 12:40. Hier zum Nachhören.

(Text, Ton, Produktion Carina Pesch, Bild erhard97 pixelio.de)

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Der Berg der Kreuze

Im litauischen Norden stand einst eine Festung auf einem Hügel. Heute haben über 100.000 Kreuze ihren Platz eingenommen. Vor allem zu Hochzeiten, Geburten und Ostern besuchen viele Litauer den Pilgerort. Mit einem Kreuz lassen sie einen Wunsch zurück. Legenden ranken sich um diesen Berg der Kreuze, und seit der Papst ihn 1993 besuchte, lockt er auch Pilger aus aller Welt. Er gilt als Symbol des friedlichen Widerstandes und des litauischen Patriotismus.

Der Beitrag erzählt die Geschichten des Berges – kleine persönliche und große historische. Ein Spaziergang über den Hügel, Kreuze klimpern und klappern im Wind, Pilger murmeln Gebete, erzählen von ihren Wünschen, von der Bedeutung des Ortes. Ein Franziskaner Mönch öffnet die Pforte des Klosters hinter dem Berg.

On Air beim Sonntagsspaziergang im Deutschlandfunk am 13. April 2014. HIER zum Nachhören.

(Text, Bild, Ton & Produktion Carina Pesch)

 

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Ganz Machen im Café Kaputt

Der Computer kaputt, Loch in der Socke – Dann ab in den Müll damit. Oder die Dinge selbst reparieren? Wenn man nicht weiß wie, dann in einem Reparaturcafé. Seit 2009 entstehen davon immer mehr. Das Problem: Meist kommen Menschen, die ohnehin über ihr Konsumverhalten nachdenken. Das hält den Nutzerkreis und den Einfluss klein. Zwei Leipzigerinnen haben das holländische Konzept daher weiter entwickelt: Ihr Café Kaputt verfolgt erstmals einen pädagogischen Ansatz. Nachmittags leiten sie Schul-AGs zum Thema verantwortungsvoll Konsumieren und selber Reparieren. So soll der Nachwuchs der Reparaturbewegung gesichert werden.

Der Beitrag lief am 13.02.2014 auf mdr figaro. Bitte HIER entlang.

Weitere Informationen zum Projekt: HIER. Bild Jenny Meyer. Text, Ton & Produktion Carina Pesch.

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ZaPPaloTT. Aus der Krise gezaubert.

Als Kind zaubert er auf Familienfesten. Dann wird er Lehrer. Fast. Denn heute lebt Christian Perleth alias ZaPPaloTT von der Zauberkunst. Nach einer schweren Krise aus Depression, Manie, Zwangseinweisung in die Psychiatrie und dem Selbstmord seines Bruders findet er den Mut seinen Traum zu leben. Mit Erfolg. Er qualifizierte sich für die Deutschen Meisterschaften der Zauberkunst (9.-12.1.2014).

Ein Portrait über Abgründe, deren Überwindung und den Mut anders zu sein.  Ein akustisches Zauberstück, fast ein Märchen.

Zu hören bei dradio wissen – MEINE ZUKUNFT. Bitte HIER entlang.

Homepage des Zauberkünstlers: HIER.

Foto JK (Jennifer Kuppetz). Text, Ton, Produktion Carina Pesch.

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Syrien. Frauen in Bewegung.

Krieg und Gewalt beherrschen die Schlagzeilen über Syrien. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Durch die Erfahrungen des Aufstandes und Krieges entstand eine neue syrische Frauenbewegung. Mehr Frauen denn je setzen sich nicht nur für ihre eigenen Rechte ein. Sie gründen Frauengruppen, organisieren Hilfsleistungen, rufen zu Protesten auf und arbeiten an Konzepten für die Zukunft. „Wir sind das intellektuelle Rückgrat der Revolution“, fasst das eine Aktivistin zusammen. „Nur in der hohen Politik sind wir Frauen völlig unterrepräsentiert“, ergänzt eine andere. Wie erleben Frauen die Situation in Syrien? Welche Rolle spielen sie und was wollen sie erreichen?

Der BEITRAG erzählt die Geschichte von Rula Asad und wie die 30jährige Journalistin in der Revolution zur Frauenrechtlerin wurde.

Gesendet wurde das Portrait am 19. Juli 2013 bei rbb Kulturradio im Zeitpunkte-Magazin.
Bild von flickr FreedomHouse.
Text, Ton, Produktion Carina Pesch.

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Unternehmen werden zu Selbstversorgern

Energiepreise steigen seit Jahren – nicht nur durch die Kosten der Energiewende in Form zahlreicher Umlagen, die zum realen Preis hinzukommen. Auch die Öl- und Gaspreise steigen tendenziell. Daher lohnt es sich gerade für Unternehmen und größere Einrichtungen, Strom und Wärme selbst zu erzeugen – dezentral direkt vor Ort.

HIER: Ein Beitrag über Unternehmen, die sich selbst versorgen. Er wurde am 07. März 2013 auf mdr Info gesendet. Bild von flickr EpSos.de.

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Geschäfte mit Israel

Lange Zeit galt Israel als Land der süßen Jaffa-Orangen. Doch diese Zeiten sind vorbei: Israel ist zum High-Tech-Land avanciert. Darauf verweisen zahlreiche wirtschaftliche Kontakte nach Deutschland. 2008 exportierten deutsche Firmen Waren im Wert von 3,9 Milliarden US-Dollar nach Israel. Aus Israel wiederum kamen halb so viele. Damit ist Israel ein wichtiger deutscher Absatzmarkt und Deutschland nach den USA der zweitwichtigste Handelspartner Israels. Große Unternehmen wie VW und Bosch haben den israelischen Markt schon lange erobert. Doch auch einzelne deutsche Städte bemühen sich um enge Beziehungen. So arbeitet zum Beispiel die Stadt Leipzig zur Zeit an einer Städtepartnerschaft mit dem israelischen Herzliya. Ein kultureller, politischer und wirtschaftlicher Austausch soll möglich werden. Wirtschaftlich ist dieser Austausch aber bereits im vollen Gange.

Hören Sie HIER den Radiobeitrag über Geschäfte mit Israel.

Der Beitrag ist im Mai 2009 auf mdr Info gelaufen. Bild von flickr Christine.

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Israel – Nicht nur Krieg und Frieden

Vor 61 Jahren verlas David Ben Gurion die Unabhängigkeitserklärung. Der Westen erkannte das neue Land schnell an. Doch die arabischen Nachbarn erklärten Israel noch in derselben Nacht den Krieg. Seitdem scheint der Nahost-Konflikt nicht mehr enden zu wollen. Auf Israel angesprochen, denken die meisten wohl an Krieg, Anschläge und Bomben.

Zum Tag der Staatsgründung möchte ich das Land einmal anders vorstellen und habe mit einem Israeli über sein Land gesprochen. Elija Avital kommt aus Israel, lebt aber seit vielen Jahren in Deutschland. Er singt israelische Lieder, improvisiert Geschichten aus dem Alten Testament und lehrt Hebräisch.

Hören Sie HIER das Interview mit Elija Avital.

Das Interview wurde am 14.5.2009 auf mephisto 97.6 gesendet, Foto von Frei Erzählt.

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Entwicklungshilfe bei Freunden

Indien ist das Land der Aussteiger und Gurus. Doch nicht alle, die nach Indien reisen, folgen diesem Trend. Der Schriftsteller, Journalist, Übersetzer und Religionswissenschaftler Martin Kämpchen engagiert sich seit 25 Jahren als Entwicklungshelfer im Nordwesten Indiens. In den Dörfern Ghosaldanga und Bishnubati, in denen Kämpchen hilft, wohnen Angehörige der Santal (gesprochen: Shantal). Sie sind eines der größten Ureinwohnervölker Indiens. Vergangenen Sonntag besuchte der Entwicklungshelfer das Grassimuseum Leipzig mit drei Santal. Es wurde getrommelt, gesungen, Geschichten erzählt – damit die Museumsbesucher einen Einblick in die Kultur der Santal erhielten.

Hören Sie HIER das Interview mit Martin Kämpchen über die Besonderheit seiner Entwicklungshilfe. Klicken Sie HIER für mehr Info.

Das Interview ist am 25.08.2008 bei mephisto 97.6 gesendet worden. Bild von Carina Pesch

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Der Mob gegen die Bahnprivatisierung

Viele Menschen, die sich für einige Minuten zu einer gemeinsamen Aktion treffen und danach wieder verschwinden, nennt man Flashmob. Diese Aktionsform nutzten auch die Gegner der Bahnprivatisierung am Samstag, den 08. September 2007. Um die symbolische Uhrzeit fünf vor zwölf begann der Flashmob gegen die Bahnprivatisierung, fünf Minuten später war kein Aktivist mehr zu sehen. Auf diese Weise wollten sie für Verwunderung, Neugier und Aufmerksamkeit regen, das öffentliche Interesse auf die Problematik der Bahnprivatisierung lenken.

Mehr über die Aktion “Flashmob” hören Sie HIER.

Die Live on Tape Reportage wurde am 10.09.2007 auf mephisto 97.6 gesendet. Moderator war Jan Kröger. Bild von www.sxc.hu

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Kinder wollen spielen

Nicht überall lässt die Welt der Erwachsenen das Spiel der Kinder zu. Befahrene Straßen sind da nur ein Hindernis, wenig Zeit und viel Arbeit der Eltern sind ein anderes. Und doch ist genau das Spielen so wichtig für die Kleinen. Deshalb sind viele Organisationen und Pädagogen darum bemüht, Kindern Plätze zum Spielen zu geben. Eine dieser Initiativen ist das Spielmobil. Der Bus – voll beladen mit Dingen zum Spielen – fährt vor allem benachteiligte Gegenden an. Hören Sie HIER mehr über diese Initiative.

Die Reportage wurde am 09.08.2007 auf mephisto 97.6 gesendet. Bild von www.sxc.hu

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In der Ferne denkt man an die Heimat

Kräftige Farben, runde Formen, Silhouetten. So sehen die Bilder der Künstlerin Paula Lima aus. Wandel, Wechsel und Bewegung. Daraus besteht für die Künstlerin das Leben. Ihre Mutter kommt aus Portugal, ihr Vater aus Angola. Sie selbst lebt seit den 1990er Jahren in Leipzig. Der Dialog der Kulturen, Tradition und Fortschritt sind wichtige Themen für sie. Im Rahmen der Internationalen Studentischen Woche wurde ihre neue Ausstellung eröffnet. “In der Ferne denkt man an die Heimat” – sagt Paula Lima. In ihrer Ausstellung Afrikanische Emotionen entführte sie in eine Welt der Erinnerungen, Träume und Wünsche. Zu hören HIER.

Die Live on Tape Reportage zur Vernissage ist am 06.06.2007 auf mephisto 97.6 gesendet worden.
Bild von flickr Stuart Barr.

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Ein Tag im Gefängnis

Manch einer denkt an grimmige Gesichter hinter Gitterstäben oder an tätowierte Arme, die sich lässig am Gitter festhalten. Die Rede ist vom Gefängnis. Ein abgeschlossener Bereich voller Straftäter, übler Burschen, Gauner und Ganoven. Niemand kommt raus, nur wenige gehen täglich ein und aus und wer hier sitzt, hat es wohl nicht anders verdient. Doch: Was für Menschen leben in diesem abgeriegelten Mikrokosmos? Welche Geschichten erzählen sie? Und was tun sie Tag ein Tag aus all die Jahre über? Ich habe einen Häftling in der Justizvollzugsanstalt Leipzig besucht. Hören Sie HIER aus seinem Leben.

Die Reportage ist am 02.04.2007 auf mephisto 97.6 gesendet worden. Bild von www.sxc.hu